Erfolg heisst: Denke positiv

Denke positiv hat nichts damit zu tun, alles, was geschieht als positiv anzusehen. Nein, es gibt einfach Dinge im Leben, die sind unangenehm oder machen Angst. Mit denke positiv ist gemeint, dass Du diese Dinge nicht nur negativ bewerten solltest. Für Deine Motivation musst Du immer bedenken: Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Und warum solltest Du Dich nicht auf die Seite konzentrieren, auf der die Sonne etwas heller scheint.

 

Es gibt keine Probleme sondern nur Herausforderungen

Kapitän Jack Sparrow, der Filmheld aus „Fluch der Karibik“, ist ein Mensch, der in allen Dingen etwas positives sieht. Er hat den berühmten Satz geprägt: „Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist Deine Einstellung zu dem Problem“.

Das heißt, das Du immer aus einer Situation ein Problem machst, wenn Du aufgrund Deiner Glaubenssätze (Sätze, die Dich im Leben unterbewusst oder bewusst leiten), diese Situation als problematisch einschätzen.

Besser wäre es doch, eine für Dich schwierige Situation als Herausforderung zu sehen, die Dir die Möglichkeit bietet, wieder etwas zu lernen und die Chance, aus dieser Situation gestärkt heraus zu treten.

Damit ein scheinbares Problem als Herausforderung ansehen kannst, solltest Du immer vier Dinge beachten:

  • Sehe Probleme niemals als endgültig an
  • Lasse nicht zu, dass ein Problem Dein ganzes Leben beeinflusst
  • Nimm kein Problem persönlich
  • Denke positiv und sehe die Chance in jedem Problem

Sehe Probleme niemals als endgültig an

Suche immer die Lösung bei einem Problem und ergebe Dich nicht Deinem Schicksal. Denke positiv meint hier, dass Du an Dich glaubst, größer zu sein als jedes Problem und dass Du mit jedem Problem fertig werden kannst.

Lasse nicht zu, dass ein Problem Dein ganzes Leben beeinflusst

Wenn es in einem Bereich Deines Lebens Probleme gibt, dann ist nicht gleich Dein ganzes Leben voller Probleme. Wenn Du ein Problem überbewertest, siehst Du schnell Deine ganze Existenz in Gefahr. Es gibt aber nur ganz selten wirklich so große Probleme, wie zum Beispiel schwerwiegende Erkrankungen, die Dein Leben wirklich gefährden. Ansonsten kann Dir doch in Deutschland nicht viel passieren. Denke positiv, denn Du wirst immer ein Dach über dem Kopf haben und genug zu Essen.

Nimm kein Problem persönlich

Sehe Probleme immer als eine Herausforderung mit der Chance zum Wachstum an. Du hast keine Probleme, weil Du unfähig bist, irgendetwas zu meistern. Denke positiv und betrachte einfach Herausforderungen als natürlicher Bestandteil des Lebens, der das Leben erst so richtig spannend macht.

 

Denke positiv und sehe die Chance in jedem Problem

Herausforderungen haben nicht nur die Eigenschaft, dass Du aus ihnen lernst und dadurch wächst. Durch sie erweiterst Du auch Deinen Einflussbereich, in dem Du Deine Komfortzone zur Lösung des Problems verlassen musst. Außerdem sorgen Herausforderungen dafür, dass wir unser Potenzial ausnutzen, denn wir müssen aktiv, kreativ und schöpferisch sein.

Denke positiv in Minuten schnelle

Du kannst über Deinen Körper auch Deine Emotionen (= Gefühle) steuern. Das Wort E-motion beinhaltet schon im Wortstamm die Motion, also die Bewegung und das E für Energie. Das heißt, wie Du Dich bewegst, welche Körperhaltung Du einnimmst sowie Deine Mimik und Gestik beeinflussen, wie Du Dich fühlst, aber auch Deine Worte.

 

Bewegung

Wie bewegst Du Dich? Hast Du einen festen Tritt und einen leichtfüßigen Gang oder schlürfen Deine Füße am Boden.

Die Art deiner Bewegung bestimmt unter anderem, ob Du Dich wie im ersteren Fall gesund, stark und gut drauf fühlst oder ob Du Dich wie beim zweitem Fall, schlapp, müde und schlecht drauf fühlst.

Körperhaltung

Wie hältst Du Deine Körperspannung? Stehst Du aufrecht, Brustbein nach oben und Schultern leicht nach hinten hängend. Oder stehst Du gebückt, mit eingefallener Brust und nach vorn hängenden Schultern?

Wenn Du die letztere Körperhaltung in die erste Körperhaltung umwandelst, wirst Du sehr schnell merken, wie Du Dich plötzlich souveräner, durchsetzungsfähiger und kraftvoller fühlst.

 

Mimik

Es gibt interessante Experimente aus Psychiatrien, wo Menschen allein nur durch die Tatsache, dass sie sich jeden Tag zwanzig Minuten lang als Therapie künstlich im Spiegel selbst angelächelt haben, von ihrer Depression befreit wurden.

Probier es selbst aus! Wenn  Du schlecht gelaunt bist und dann einfach so Deine Mundwinkel nach oben ziehst, wird sich urplötzlich Deine Laune verbessern. Lächele Dich nur selbst zwei Minuten lang im Spiegel an und Du wirst sehen, dass die Welt danach gleich viel freundlicher ausschaut.

Wenn Du jetzt noch raus gehst und die anderen Menschen anlächelst und freundlich zu ihnen bist, steht einen guten Tag nichts mehr im Wege.

 

Wörter

Was Du sagst beeinflusst auch Deine Gefühle. Der Schriftsteller Mark Twain sagt:

„Große Macht übt das richtige Wort aus. Immer, wenn wir auf eines dieser eindringlichen, treffenden Worte stoßen, …ist die Wirkung physisch und geistig – und blitzartig spontan.“

Worte können Dich zum Lachen oder zum Weinen bringen. Sie können verletzen oder heilen, Dir Hoffnung geben oder Dich am Boden zerstören.

Spitzensportler führen ein positives Selbstgespräch vor jeden Wettkampf, um die beste Leistung aus sich heraus zu holen. Andere, wie zum Beispiel Verkäufer oder Politiker versuchen Dich mit Worten zu beeinflussen, damit Du in ihrem Sinne irgendwelche Handlungen ausführst. Sei es, um etwas zu kaufen oder Dein Kreuz an der für sie richtigen Stelle zu machen.

Deshalb ist es wichtig, wie Du mit Dir selbst oder mit anderen redest. Denn das hat ebenfalls einen Einfluss darauf, wie Du Dich fühlst. Denke positiv bedeutet hier, dass Du möglichst positive Ausdrücke verwendest. Du kannst auch negative Sachverhalte so ausdrücken, das sie zumindest die Intensität Deines negativen Gefühls dabei verringern. Ich habe dir hier eine kleine Liste zusammengestellt (in Klammern stehen jeweils die besseren alternativen Begriffe):

  • am Boden zerstört (zeitweilig aus dem Tritt)
  • angewidert (unangenehm überrascht)
  • ängstlich (ein wenig beunruhigt, erwartungsvoll)
  • auf dem Holzweg (auf der Suche)
  • beleidigt (missverstanden, falsch interpretiert)
  • besorgt (unbehaglich)
  • deprimiert (nicht ganz auf dem Damm, kurz vor dem Wendepunkt)
  • dumm (auf Entdeckungsreise, einfallslos, am lernen)
  • eifersüchtig (übermäßig liebend)
  • einsam (jederzeit verfügbar, zeitweilig solo)
  • enttäuscht (alles andere als überwältigt, betrübt)
  • erschöpft (zu viel Luft im Tank, ein bisschen flügellahm)
  • faul (Energie speichernd, Akku aufladend)
  • gereizt (die Fassung verloren)
  • gestresst (beschäftigt, viel zu tun haben)
  • ich hasse, etwas zu tun (ich ziehe etwas anderes vor)
  • in Panik (etwas aufgeregt)
  • krank (klar Schiff machen)
  • Scheitern (den Horizont erweitern)
  • schmerzvoll (unliebsam)
  • überfordert (zu viele Chancen haben, im Höchstmaß beansprucht, herausgefordert)

  • überlastet (stark beansprucht)
  • ungeduldig (voller Vorfreude)
  • verletzt (verstimmt, pikiert)
  • verunsichert (im Zweifel)
  • wütend (nicht amüsiert)
  • zurückgewiesen (nicht gebührend anerkannt)

weitere interessante Ausführungen zu diesem Thema in dem Buch: „Grenzenlose Energie“ von Anthony Robbins

 

Die Geschichte vom Mädchen im Gewitter

Ein Mädchen war zum Spielen in den nahe gelegenen Wald gegangen. Als es langsam Dunkel wurde, weil ein Gewitter aufzog, machte sich seine Mutter langsam Sorgen, weil es nicht zurück nach Hause kam. Als das Gewitter dann anfing, ging die Mutter in dem Wald, um nach ihrer Tochter zu suchen. Sie fand das Mädchen, das bei jedem Blitz in den Himmel schaute und lächelte.

Die Mutter fragte: „Aber Kind, was machst Du denn da? Es blitz und es donnert, hast Du denn keine Angst?“. Darauf antwortete das Mädchen: „Wieso soll ich denn Angst haben, der liebe Gott macht doch nur Fotos von mir.“.

Ob wir eine Situation als problematisch oder nicht einschätzen hängt also von dem ab, was wir glauben und wie wir auf der Grundlage dieses Glaubens die Situation beurteilen.

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