Erfolg heisst: Sparen

Sparen ist für die meisten Menschen nicht sehr attraktiv. Diese Menschen wollen leben und ihr Geld in vollen Zügen genießen. Was sie dabei allerdings nicht bedenken ist die Tatsache, dass Du nur reich werden kannst, in dem Du Geld behältst und nicht in dem du es ausgibst. Deshalb gehört Sparen zum Thema Erfolg einfach dazu.

Warum Sparen so wichtig ist

Finanzielle Freiheit ist der Zustand, von dem viele Menschen träumen. Doch finanziell frei zu sein bedeutet, von seinen Ersparnissen leben zu können. Das heißt, Du hast soviel Geld gespart und angelegt, so das die Zinsen dafür ausreichen, sich den gewünschten Lebensstandard leisten zu können, ohne das Du dafür arbeiten musst.

Doch um soviel Geld zu besitzen, musst Du dieses Geld erst einmal sparen. Du musst also regelmäßig Geld zurücklegen, um irgendwann mal soviel Geld zu haben, das Du von den Zinsen leben kannst.

Und wenn Du nur von den Zinsen Deines Geldes lebst, dieses also nicht verbrauchst, kannst Du Dein einmal verdientes Geld gleich mehrmals ausgeben.

Auf den Verdienst kommt es nicht an

Es kommt dabei in erster Linie nicht besonders auf Deinen Verdienst an. Sondern auf den Betrag, den Du sparen kannst und auf die Zeit, die Du für das Sparen aufbringen kannst.

Es gibt viele Menschen, die sehr viel Verdienen, aber trotzdem total überschuldet sind. Diese Menschen arbeiten irgendwann nur noch für die Bank, um ihre Schulden zurückzahlen zu können.

Andere wiederum leben sehr bescheiden und können trotz eines niedrigen Einkommens sehr viel sparen.

Wenn Du zum Beispiel 2.000 Euro netto im Monat verdienst und Du nur 1.000 Euro Ausgaben hast, kannst Du 1.000 Euro im Monat sparen. Ein anderer, der 5.000 Euro netto im Monat verdient, aber davon meint 4.900 Euro zum Leben zu brauchen, kann nur 100 Euro im Monat sparen.

Deshalb ist es wichtig, Deine Ausgaben in Blick zu haben und zu sparen, wenn Du schnell finanziell frei werden möchtest. Frage Dich immer bei jeder Ausgabe: „Ist das wirklich nötwendig?“

Sich zuerst selbst bezahlen

Die Frage ist, wie viel bist Du Dir selbst Wert. Der größte Teil der Menschen bezahlt immer zu erst die anderen. Sie bezahlen im Laufe eines Monats jeden, egal ob den Lebensmittelhändler, die Werkstatt oder den Friseur.

Nur falls am Monatsende noch etwas übrig bleibt, bezahlen sie sich selbst, in dem sie dieses Geld sparen. Aber leider bleibt oft am Ende eines Monats kein Geld mehr übrig, um sich selbst zu bezahlen.

Deshalb mache es schlauer als die meisten anderen. Bezahle Dich am Anfang eines Monats selbst. Du kannst ja für den Anfang erst einmal nur zehn Prozent Deines Nettogehaltes nehmen. Diese zehn Prozent wirst Du kaum spüren aber sie werden nach Jahren einen gewaltigen Unterschied ausmachen.

Und sei mal ehrlich zu Dir. Bei einer fünf Tage Woche sind zehn Prozent gerade mal soviel, als wenn Du gerade mal einen halben Tag in der Woche für Dich arbeiten würdest. Ist das nicht ein Argument für Dich, nicht eventuell noch mehr zu sparen? Wie wäre zum Beispiel, wenn Du einen ganzen Tag in der Woche nur für Dich arbeitest?

So sind aus 100 Euro monatlicher Sparrate bereits nach 20 Jahren bei nur einem Prozent Verzinsung bereit 26.437 Euro geworden und bei einer guten Verzinsung von sechs Prozent 39.831 Euro.

Ein Sparplan, der funktioniert

Zahle also jedes mal, wenn Dein Gehalt auf Dein Konto kommt, gleich zehn Prozent davon auf ein Konto, dass Du dann für entsprechende Geldanlagen benutzt, die Dir gute Zinsen bringen. Welche das sind, erfährst Du noch in den entsprechenden Artikeln in diesen Blog.

Ist Dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass Du mit jeder Gehaltserhöhung automatisch mehr Geld ausgibst. Diesem Phänomen kannst Du aber ganz leicht entgegenwirken. Erhöhe mit jeder Gehaltserhöhung Deine Sparquote um 50 Prozent dieser Gehaltserhöhung.

Somit gewöhnst Du Dich gar nicht erst an die volle Gehaltserhöhung und gibst diese wieder gleich aus. Sondern Du nutzt 50 Prozent, um Deinen Lebensstandard zu erhöhen und die Inflation auszugleichen. Und mit den anderen 50 Prozent bezahlst Du Dich selbst.

So wächst Deine Sparrate schnell an und Du baust schneller ein Vermögen auf, von dem Du Dir später ein luxeriöseres Leben leisten kannst.

Sieh den Wert des Geldes in der Zukunft

Ein Tipp, wie Dir das Sparen noch leichter fällt. Sie einfach den Wert des Geldes, den das Geld für Dich in der Zukunft haben könnte.

Wenn Du Dir heute zum Beispiel etwas unnötiges für 10.000 Euro kaufst, so sind diese 10.000 Euro bei einer jährlichen Verzinsung von acht Prozent in 25 Jahren 68.480 Euro wert und in 50 Jahren sogar 469.020 Euro. Also fast eine halbe Million.

Zeit gegen Geld

Durch den Zinseszinseffekt brauchst Du natürlich, je früher Du anfängst mit sparen, eine immer kleiner Sparrate.

Bei zum Beispiel einem Zinssatz von 12 Prozent im Monat brauchst Du, um auf 1,05 Millionen Euro zu kommen bei 200 Euro monatlich 35 Jahre, bei 1.200 Euro monatlich 20 Jahre und bei 5.000 Euro monatlich nur 10 Jahre.

Du siehst also, wie wichtig es ist, möglichst früh mit dem Sparen anzufangen.

Der Zinseszinseffekt

Es gibt eine Geschichte, die die Kraft des Zinseszinses sehr gut erläutert:

Ein Chinesischer Kaiser wollte einmal einen seiner Untertanen für heldenhafte Dienste entlohnen und fragte diesen, was er sich für einen Lohn wünschen würde.

Dieser antwortete, der Kaiser solle ein Schachbrett nehmen und auf das erste Feld 1 Reiskorn legen. Bei jeden weiteren Feld solle er die Anzahl der Reiskörner verdoppeln.

Beim letzten Feld der 64 Felder angekommen würde soviel Reis darauf liegen, dass es selbst die Jahresproduktion an Reis in der heutigen Welt übersteigen würde.

Es gibt eine Faustformel, wie man den Zinseszins in etwa berechnen kann:

72 : Zinssatz in Prozent = Anzahl der Jahre, bis sich das Geld verdoppelt hat

Das bedeutet, bei einem Zinssatz von 6 Prozent benötigt das Kapital 12 Jahre, bis es sich verdoppelt. Dementsprechend bei einen Zinssatz von zwölf Prozent nur sechs Jahre.

Das heißt wiederum, bei zwölf Prozent werden aus 10.000 Euro nach sechs Jahren 20.000 Euro, nach zwölf Jahren 40.000 Euro, nach 18 Jahren 80.000 Euro, nach 24 Jahren 160.000 Euro, nach 30 Jahren 320.000 Euro usw..

Vorsicht bei zu wenig Zinsen!

Wenn der Zinssatz, den Du für Deine Geldanlage erhälst, unter der Inflationsrate liegt, sparst Du Dich in Wirklichkeit arm.

Wenn Du zum Beispiel nur ein Prozent Zinsen bekommst, die Inflation aber bei zwei Prozent liegt, verlierst Du durch den Kaufkraftverlust jedes Jahr ein Prozent.

Bei 10.000 Euro macht das immerhin 100 Euro aus. Denn Du bekommst auf dieses Geld 100 Euro Zinsen nach einem Jahr, kannst Dir aber für diese 10.000 Euro nur noch Dinge kaufen, die vor einem Jahr insgesamt 9.800 Euro gekostet hätten.

Außerdem musst Du eventuelle Kapitalertragssteuern, die Du auf die Zinsen zahlen musst, ebenfalls berücksichtigen, so dass Du in diesem Beispiel statt 100 Euro nur 75 Euro Zinsen herausbekommst, da Du 25 Euro Steuern auf die Zinsen zahlen musstest.

Darum sagt man, dass Du mindestens einen Zinssatz von fünf Prozent erhalten solltest, um Dich reich zu sparen.

Der reichste Mann von Babylon

George S. Clason hat mit dem Buch „Der reichste Mann von Babylon“ einen Bestseller geschrieben, der auf sehr anschauliche Weise darstellt, wie wichtig Sparen ist, wenn man ein Leben nach seinen Wünschen führen möchte.
„Der reichste Mann von Babylon bringt die Geheimnisse des Aufbaus von Wohlstand auf den Punkt – kein anderes Buch über Finanzen hat soviel bewegt. EIN MUSS!“ sagt Bodo Schäfer (Europas Moneycoach Nr. 1)

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