Erfolg heisst: Weiter gehen

Weiter gehen kannst Du bei Erfolg in zwei Richtungen deuten:

  • Weiter gehen im Sinne von Hinfallen und wieder aufstehen
  • und weiter gehen im Sinne von weiter als die anderen gehen.

Dabei ist es wichtig, dass Du beides machen musst, um erfolgreich zu sein. Zum Einen wirst Du immer wieder hinfallen. Dann musst Du natürlich wieder aufstehen und weitergehen. Denn liegen bleiben ist um erfolgreich zu sein, einfach keine Option.

Zum Anderen musst Du, bei allem was Du tust, immer weiter gehen als Deine Konkurrenz. Du kannst nur aus der Masse hervorstechen, wenn Du ein Stück weiter gehst als die anderen. Nicht umsonst ist „Höher, Schneller, Weiter“, das Motto der olympischen Spiele. Du kannst nur das höchste Gebäude der Stadt bauen, in dem Du noch ein Stockwerk höher baust als der Rest der Gebäude ist.

 

Weiter gehen im Sinne von Hinfallen und aufstehen

Wie lernst Du eigentlich von Klein auf?

Egal was Du lernst, Du lernst in dem Du etwas immer und immer wieder versuchst. Du lernst zuerst sitzen, in dem Du Dich als Baby irgendwo hochziehst und dann  wieder umfällst. Beim Laufen ist es das Gleiche: Aufstehen und hinfallen, aufstehen und hinfallen und so weiter.

Selbst das Sprechen lernst Du, in dem Du erst nur irgendwelche Laute brabbelst, dann Silben, Wörter und schließlich ganze Sätze. Aber egal was passiert und wie lange es auch dauert, Du versuchst es als Baby oder Kleinkind immer wieder von vorn. Also nach dem einfachen Prinzip: Immer weiter gehen.

Warum hörst Du dann damit auf?

Es ist also ein angeborenes, nicht nur unter Menschen verbreitetes Prinzip, etwas so lange weiter zu versuchen, bis man es kann. Dieses Erfolgsrezept  zieht sich seit Millionen von Jahren durch die Evolution. Doch was ist mit Dir passiert, dass Du plötzlich mit diesem erfolgreichen System aufgehört hast?

Ganz einfach, Du bist in die Schule gekommen. Unser Schulsystem glaubt nämlich es besser als die Evolution zu wissen. Denn hier ist es nicht erwünscht, dass Du Dinge solange ausprobierst, bis Du etwas kannst. In der Schule wird Dir ein Lösungsweg vorgegeben und genau diesen Lösungsweg hast Du dann zu machen, wenn Du eine gute Note haben möchtest.

Durch die Schule verlernst Du das Hinfallen und wieder Aufstehen

Damit hörst Du auf, selbst etwas auszuprobieren. Selbständiges Denken und finden von eigenen Lösungen ist in unserem Schulsystem nicht gefragt. Vielmehr das Vorbeten und Nachsprechen von einmal festgelegten Lösungswegen. Dabei lautet eine sehr schöne Definition von Intelligenz: Intelligenz ist das Finden von Lösungsalternativen.

Und es kommt noch schlimmer. Hinfallen in Form von Fehlern wird mit einer schlechten Bewertung meist in Form von schlechten Noten bestraft. Du bekommst Angst vor Fehlern. Dann traust Du Dich nicht mehr Hinzufallen und verlernst dadurch das Aufstehen. Damit verlierst Du die Motivation, eigenständig und ohne Anreiz von Außen weiter zu lernen und zu wachsen.

Weiter gehen ohne Anleitung kommt für Dich dann nicht mehr in Frage. Du bleibst lieber stehen, wo Du gerade stehst. Dabei ist es besser, auf einen neuen Weg zu stolpern und immer wieder hinzufallen, anstatt auf der Stelle zu treten. Denn Fortschritt ist immer besser als Stillstand.

 

Weiter gehen im Sinne von weiter als die Anderen gehen

Erfolgreiche Menschen haben ein Persönlichkeitsmerkmal, das sie aus der Masse der anderen hervorstechen lässt: Sie gehen immer noch die extra Meile. Ihr Motto ist, immer ein Stück weiter gehen als gerade gefordert wird. Sie geben immer 110 Prozent.

Ein Reporter fragte einmal den bulgarischen Weltmeister in Gewichtheben, welche Wiederholung im Training die wichtigste sei, wenn er ein Gewicht zehnmal stemmt. Darauf antwortete der Weltmeister, dass es die elfte Wiederholung ist.

Du solltest aus diesem Beispiel lernen und in Deinem Leben immer 110 Prozent geben. Wenn Du also 30 Minuten Sport machen willst, hänge also noch drei Minuten dran. Wenn von Dir eine Liste mit 20 Punkten gefordert wird, gibt eine Liste mit 22 Punkten ab.

Auch wenn diese 10 Prozent am Anfang keine Rolle zu spielen scheinen, so machen sie doch am Ende einen gewaltigen Unterschied. Wenn Du jeden Monat 100 Prozent gibst, hast Du insgesamt im Jahr kumuliert 1200 Prozent geleistet. Steigerst Du aber Deine Leistung in jeden Monat um 10 Prozent, hast Du am Ende des Jahres 2352,27 Prozent geleistet, also fast das doppelte.

Mach es Dir zur Gewohnheit, immer zehn Prozent mehr zu leisten, als von Dir verlangt wird. Denn dann werden Dich genau diese zehn Prozent mehr in die Liga der Erfolgreichen bringen. Diese zehn Prozent sind der Unterschied zwischen Erfolg und Mittelmäßigkeit.

 

Manchmal reicht auch schon ein Prozent

Pat Riley, der erfolgreichste Coach in der Geschichte des amerikanischen Basketballverbands NBA, war Mitte der 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts Betreuer der Los Angeles Lakers. Doch er stand zu Beginn der Saison 1986 nach eigenen Aussagen vor einem riesigen Problem. Laut Meinung vieler Spieler hatte das Team in der Saison davor seine Bestform gehabt und trotzdem gegen die Boston Celtics verloren.

Nun war er auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Mannschaft zu einer weiteren Leistungssteigerung zu motivieren und sie an die Spitze der Tabelle zu führen. Er überzeugte sein Team, dass wenn jeder einzelne Spieler seine persönliche Bestleistung um nur ein Prozent steigern würde, ihr Team mit Sicherheit ganz Oben die Tabelle anführen könnte.

Dieses eine Prozent scheint auf den ersten Blick lächerlich gering zu sein, doch Riley rechnete seinem Team folgendes vor: Angenommen jeder Spieler verbessert seine Leistung in den fünf verschiedenen Einsatzbereichen um ein Prozent, dann ist das bei zwölf Männern eine Verbesserung der gesamten Mannschaftsleistung um 60 Prozent.

Weiter erklärte Riley, das vermutlich bereits ein Unterschied von zehn Prozent reichen würde, um ein weiteres mal den Meistertitel zu holen. Jeder Spieler war sich sicher, seine persönliche Bestleistung in den fünf Einsatzbereichen um mindestens ein Prozent steigern zu können.

Diese Gewissheit bei der Verfolgung ihres Zieles sorgte dafür, dass die Mannschaft ihr Potential in dieser Saison voll auszuschöpfen vermochte und manche Teammitglieder sogar bis zu 50 Prozent an Leistung zulegten. Pat Riley sagte später, die Saison 1986 war die leichteste, die er und sein Team je erlebt hatten.

Angenommen, Du beschließt nun, Dich in den fünf Bereichen Deines Leben um ein  Prozent zu verbessern. Du würdest also in den bereichen Gesundheit, Beziehungen, Finanzen, Emotionen und Job nur jeden Monat ein Prozent weiter gehen. Dann bist Du in einem Jahr um 60 Prozent effektiver geworden.

>